baby led weaning

„Baby led weaning“ (BLW) bedeutet „vom Baby geführtes Abstillen“ und meint somit die Einführung von fester Beikost ab Erreichen der Beikostreife. Der Übergang von Muttermilch bzw. Milchnahrung wird bei der Breimethode vor allem von den Eltern bestimmt. Bei BLW bestimmt das Kind das Tempo und übernimmt die Führung. Das Kind entscheidet instinktiv und entsprechend seinen Fähigkeiten, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Es orientiert sich am Hungergefühl und orientiert sich am Verhalten von Eltern (und Geschwistern). Wenn man die gesamte körperliche Entwicklung des Kindes ansieht (umdrehen, krabbeln, laufen und sprechen), entscheidet es ohnehin selbst, wann es diesen Entwicklungsschritt übt erscheint das Konzept von BLW durchaus logisch.

Bei BLW sitzt das Kind mit am Familientisch und isst mit den Eltern/Geschwistern das babygerecht zubereitete Essen mit. Somit wird das Essen nicht püriert, sondern in babyhandgerechte Portionen geteilt, sodass das Kind gut zugreifen kann. Es darf mit dem Essen spielen und es mit all seinen Sinnen erforschen, auch wenn es anfangs dabei nicht wirklich etwas zu sich nimmt. Anfangs steht nur der Forscherdrang und der Spaß an der Sache im Vordergrund – nicht das satt werden. Das Baby darf selbst bestimmen wie viel es isst und was es isst. Zusätzlich bekommt es weiterhin Muttermilch bzw. Milchnahrung nach Bedarf und bestimmt auch hier selbst den Zeitpunkt, wann es diese nicht mehr möchte.

RICHTIGE BEIKOSTREIFEZEICHEN

  • kann den Kopf alleine halten
  • kann aufrecht sitzen (mit minimaler Unterstützung im unteren Rücken)
  • zeigt Interesse am Essen anderer
  • kann die Hand zum Mund koordiniern (ggf. mit Pinzettengriff)
  • schiebt feste Nahrung nicht aus dem Mund (Zungenstreckreflex ist verschwunden)
  • zeigt deutlich, dass es satt ist
  • macht „trockene“ Kaubewegungen (spiegelt Familienmitglieder beim Essen)

FALSCHE BEIKOSTREIFEZEICHEN

  • wacht nachts auf
  • nimmt nicht zu
  • ist sehr groß
  • beobachtet andere beim Essen
  • streikt beim Stillen (trinkt weniger)
  • clustert beim Stillen (trinkt vermehrt) oder will immer mehr Fläschchen nach Bedarf
  • schläft nach dem Stillen nicht unmittelbar ein

Gerne berate ich Sie im in der Ordination Dr. Schmid über die Beikostreifezeichen und gebe Ihnen Tipps für Einführung und BLW und B(r)eikost – ganz abgestimmt auf die Vorlieben Ihres Kindes!